Wirtschaftsministerium von Österreich startet breite Blockchain-Initiative

Österreich geht beim Thema Blockchain neue Wege und möchte sich mit einer umfrangreichen Blockchain-Roadmap als Innovations-Standort etablieren. Den Anfang sollen die Einrichtung eines Forschungsschwerpunkts für Kryptoökonomie an der Wiener Wirtschaftsuniversität sowie ein Pilotprojekt der öffentlichen Verwaltung machen.

Der österreichische Wirtschaftsminister Harald Mahrer hat kürzlich einen Open Innovation Process initiiert, um für Österreich eine Blokchain-Strategie zu finden. “Um Innovationsführer zu werden, muss man tabulos neue Wege gehen und sich schon heute mit jenen Technologien beschäftigen, die morgen viele Bereiche unseres Lebens radikal verändern werden”, so Mahrer.

Das Wirtschaftsministerium in Wien ist überzeugt, dass die Blockchain eine Technologie mit enormen Zukunftspotenzial darstellt. Um dieses Potenzial auszuschöpfen, plädiert Mahrer für “Mut, Neugier und Veränderungswillen”. Eine Roadmap aus neun Punkten soll Österreich helfen, zu einem der führenden europäischen Standorte für Blockchain-Technologie zu werden.

Auf der einen Seite möchte das Wirtschaftsministerium Firmen ermutigen, mehr mit Blockchain zu machen: Es möchte Pilotprojekte anstoßen, die bestehenden Blockchain-Aktivitäten und -Firmen fördern, einen Austrian Blockchain-Cluster bilden, der die Akteure vernetzt, und eine Task Force in der Politik und Verwaltung gründen, um die Blockchain-Branche zu steuern und zu unterstützen.

Auf der anderen Seite will das Ministerium die Blockchain stärker in den Fokus von Forschung und Bildung rücken: Interdisziplinäre Forschungsschwerpunkte wie Kryptoökonomie und -recht sollen einen Brain-Drain in die Schweiz verhindern, neue Kurse und Lehrgänge das notwendige Fachpersonal ausbilden, eine Informationsplattform sowie ein “Bürgerservice Kryptowährung und Blockchain” die Bürger informieren und ein Austrian Krypto Report einen jährlichen Überblick über die Blockchain-Branche in Österreich geben.

Das Ministerium beginnt diese ambitionierte Roadmap mit drei Schritten: Zunächst wird an der Wiener Wirtschaftsuniversität ein interdisziplinärer Forschungsschwerpunkt zum Thema “Kryptoökonomie” gestartet. Dass Österreich zur möglichen Heimat der ersten Professur für Kryptoökonomie wird, dürfte viele Anhänger der klassischen Österreichischen Schule freuen.

Anschließend wird das Wirtschaftsministerium beginnen, “Regulatory Sandboxes” einzurichten. Diese sollen Pilotprojekten die Möglichkeit geben, innerhalb eines sicheren Regulierungsrahmens möglichst freien Gestaltungsspielraum zu haben. Schließlich wird das Wirtschaftsministerium gemeinsam mit dem Bundesrechenzentrum ein Pilotprojekt in der öffentlichen Verwaltung beginnen, um die Vorteile von Blockchain-Technologie zu erkunden und zu demonstrieren.

All dies klingt so phantastisch, dass man aus dem Nachbarland nur neidisch über die Grenze im Süden schielen kann. Man kann sich schon jetzt darauf freuen, mehr von der wegweisenden Initiative des Wirtschaftsministeriums zu hören.

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